Was für ein Spiel...!!
Tabellarisch gesehen ging es (eigentlich) um nichts mehr. Altena war durch, der Aufstieg steht seit längerem fest. Für Littfeld-Eichen "geht" es noch um den undankbaren zweiten Platz, der nach dieser "Lazarett"-Saison fast schon ein Hohn wäre.
Doch das Spiel war heiß. Richtig heiß. Die Brisanz, das Prestige und die Bedeutung der Partie war deutlich spürbar. Sowohl bei Zuschauern als auch bei den Aktiven beider Teams.
Als um 19:00 Uhr der Anpfiff ertönte, freuten sich die zahlreichen Zuschauer in der Littfelder Sporthalle auf ein packendes, spannendes und enges Spiel. Was allerdings nach drei gespielten Minuten auf der Anzeigetafel stand, raubte jeglichen Atem. Null zu Fünf. Für Altena. Das erste Tor für die HTV markierte Matthias Frisch, doch auch das war kein wirkliches Signal für seine Mitspieler. Spätestens beim 1:8 (7.) hatte jeder der anwesenden Zuschauer (sofern sie mit der HTV sympatisieren) Angst vor einer Demontage.
Langsam fanden die Spieler von Frank Wodrazka ins Spiel. Erzielten ihrerseits die Tore 2, 3, 4 und 5. Gespielt waren da schon 15 Minuten. Noch beim 5:12 (17.) betrug der Rückstand sieben (7) Tore, ehe die HTV dank deutlich besserer Abwehrleistung ins Spiel kam. Es dauerte keine fünf Minuten, da stand es 9:12 (22.). Der Abstand blieb bestehen und so ging es mit 12:14 in die Kabinen.
Die Mannschaft aus Altena, die in Bestbesetzung antrat und hoch motiviert in die Begegnung gegangen ist, war beim 14:14 (32.) erstmals eingeholt. Mit der vergebenen Chance zur eigenen HTV-Führung im Kopf gelang dem VfB bis zur 35. Minute wieder ein kleines Polster. 14:17 aus Sicht der Littfeld-Eichener.
Beim 18:18 hatte man den Ligaprimus wieder egalisiert, und als das 19:18 für die HTV fiel, tobte die Halle vollends. Zu spielen waren da noch 18 Minuten. Das 19:19 der Altenaer sollte für längere Zeit deren letztes Tor bleiben. Vier Minuten lang hielt man hinten den Kasten sauber, die aggressive, robuste Abwehr und der gut haltende Tobias Kolb raubten der Offensive des Tabellenführers einige Nerven.
Nach der Littfeld-Eichener Führung beim 24:19 (46.) kam Altena wieder heran. Auch die Gäste wollten das Duell unbedingt gewinnen und versuchten entsprechend alles. Das 24:22 war dann aber auch der Beginn der famosen letzten zehn Minuten der HTV, in denen man selbst noch sieben Tore markierte bei nur zwei Gegentreffern. Hervorhebenswert ist hier das eigene Unterzahlspiel: trotz einiger Dezimierungen in der letzten Phase stand man in der Abwehr weiterhin sicher und machte vorne fast jeden Angriff ein Tor.
Am Ende also ein vollkommen verdienter Heimsieg für die HTV, die das Spiel beim anschließenden Grillen (letztes Heimspiel für diese Saison) mit den Zuschauern gebührend ausklingen ließ.
Es sei noch ein kurzer Kommentar zu Arne Klimach erlaubt, der für die Erste seit geraumer Zeit wieder auf dem Parkett steht. Leider taucht Arne nur sehr selten durch Tore in der Statistik auf (so auch in der Torschützenliste), nichtsdestotrotz leistet er durch wirklich gute Abwehrarbeit und einige Ausflüge an den Kreis seinen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Spiels.
HTV Littfeld-Eichen - VfB Altena 31:24 (12:14)
Tobias Kolb (31.-60., 13/1 Paraden), Jan Stöcker (1.-30., 4 Paraden) - Jannik Malczok (7), Matthias Frisch (5), Tobias Krämer (5), Guido Schneider (5), Ingo Geissler (4), Christian Merten (4/1), Thomas Hambloch (1/1), Arne Klimach (-), Florian Siebel (-), Simon Weber (-)
